Elektroinstallation dokumentieren: Pläne, Fotos, Beschriftungen - So geht’s richtig

Elektroinstallation dokumentieren: Pläne, Fotos, Beschriftungen - So geht’s richtig

Warum du deine Elektroinstallation dokumentieren musst

Stell dir vor, du verkaufst dein Haus. Der Käufer will wissen, wo die Kabel verlaufen. Oder du hast einen Stromausfall und der Elektriker kommt - aber er findet keinen Schalter, der den Kühlschrank abschaltet. Kein Problem? Falsch. In Deutschland ist die Dokumentation einer Elektroinstallation nicht nur empfehlenswert, sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Die DIN 18015-1:2020-05 und die DIN VDE 0100-600:2017-06 schreiben klar vor, dass jede neue oder renovierte Elektroanlage in Wohngebäuden vollständig dokumentiert werden muss. Das ist kein Papierkram, den du ignorieren kannst. Es ist deine Absicherung - gegen Haftungsansprüche, Versicherungsleistungsverweigerungen und gefährliche Fehler bei zukünftigen Arbeiten.

Ein Bericht des VDE-Prüfinstituts zeigt: In 37,8 % der untersuchten Wohnungen fehlten entscheidende Dokumente. Und in 42 % der privaten Haushalte war die gesamte Dokumentation unvollständig oder gar nicht vorhanden. Das ist kein Kleinigkeiten. Wenn ein Brand durch eine falsch verlegte Leitung entsteht und keine Pläne vorliegen, kann die Versicherung die Leistung verweigern. Der Eigentümer bleibt auf den Kosten sitzen. Kein Wunder, dass Fachleute sagen: „Dokumentation ist nicht lästig - sie rettet Leben und Geld.“

Was genau muss dokumentiert werden? Die 6 Pflichtelemente

Die DIN 18015-1:2020-05 legt sechs Elemente fest, die in jeder Dokumentation enthalten sein müssen. Keine Ausnahmen. Keine „wenn ich Zeit habe“-Regel. Hier ist, was du brauchst:

  1. Installationsplan: Zeigt genau, wo alle Kabel verlaufen - vom Verteiler bis zur Steckdose. Auch hinter Wänden und unter Fußböden. Keine groben Skizzen, sondern maßstabsgetreue Pläne nach DIN VDE 0040.
  2. Stromlaufplan: Hier steht, welcher Schalter welchen Kreis schützt. Wer hat den Kühlschrank, wer die Waschmaschine? Wer hat den Lichtkreis im Bad? Ohne diesen Plan ist jede Reparatur ein Ratespiel.
  3. Aufbauzeichnung oder Foto des Verteilers: Ein klares Bild von deinem Hauptschaltkasten. Mit allen Leitungen, Schaltern und Beschriftungen. Nicht nur ein Schnappschuss - sondern ein Bild, das alles zeigt, was später relevant ist.
  4. Änderungs- und Erweiterungsvermerke: Hast du eine Wallbox nachgerüstet? Eine Steckdose im Keller hinzugefügt? Das musst du sofort nachtragen. Die Dokumentation muss immer dem aktuellen Zustand entsprechen. Sonst ist sie wertlos.
  5. Prüfprotokolle: Nach jeder Installation oder größeren Änderung muss ein Prüfprotokoll nach DIN VDE 0100-600 erstellt werden. Dazu gehören Isolationsmessung (mindestens 1 MΩ), Durchgangsprüfung des Schutzleiters (max. 0,5 Ω) und Funktionstests der FI-Schalter.
  6. Wartungsintervalle: Seit 2021 ist das Pflicht. Wie oft muss der FI-Schalter getestet werden? Wann kommt der nächste Prüftermin für den Überspannungsschutz? Und wann muss der Rauchwarnmelder gewechselt werden? Diese Termine musst du aufschreiben - und sie einhalten.

Diese sechs Punkte sind nicht optional. Sie sind die Grundlage für jede sichere Elektroanlage. Wer sie ignoriert, spielt mit dem Feuer - buchstäblich.

Pläne, Fotos, Beschriftungen - Wie du sie richtig erstellst

Ein Plan ist nur so gut wie seine Lesbarkeit. Ein Foto ist nur nützlich, wenn man darauf alles erkennt. Und eine Beschriftung ist sinnlos, wenn sie unklar ist. Hier sind die Praxisregeln:

  • Pläne: Nutze Standard-Symbole nach DIN VDE 0040. Keine Eigenkreationen. Ein Steckdose ist ein Halbkreis mit zwei Strichen, kein Kreis mit einem Punkt. Verwende klare Linien, keine verschwommenen Striche. Beschrifte jede Leitung mit ihrer Funktion: „Küche - Steckdosen“ oder „Bad - Licht“.
  • Fotos: Mach keine Handy-Bilder im Dunkeln. Nutze eine Lampe, stelle den Verteiler gut aus, drehe die Kamera senkrecht. Zeige alle Schalter, Leitungen und Etiketten. Wenn du ein Foto machst, dann so, dass ein Fremder es versteht - ohne Erklärung.
  • Beschriftungen: Keine „1“, „2“, „3“ an den Schaltern. Das ist ein klassischer Fehler. Jeder Schalter muss klar benannt sein: „Küche - Steckdosen“, „Wohnzimmer - Deckenlicht“, „Wäschetrockner“. Und: Schreibe mit Stift auf Klebeband - nicht mit Filzstift direkt auf den Schalter. Der Stift verblasst, das Klebeband bleibt.

Ein guter Trick: Nimm deine Dokumentation mit in den Verteiler. Zeige sie dem Elektriker, wenn er kommt. Wenn er sagt: „Ich verstehe das nicht“, dann hast du etwas falsch gemacht. Die Dokumentation muss für jeden verständlich sein - nicht nur für Experten.

Maßstabsgetreuer Elektroinstallationsplan mit DIN-symbole für Steckdosen, Licht und Schalter.

Digitale Dokumentation: Apps, Software, Cloud

Wer noch mit Papier und Klemmbrett arbeitet, arbeitet veraltet. Heute gibt es Tools, die die Dokumentation in Minuten erledigen. Hager Ready und Hagercad sind die bekanntesten. Sie erlauben es dir, Pläne zu zeichnen, Fotos hochzuladen, Beschriftungen einzutragen - und alles in einer App zu speichern. Die Software generiert automatisch die Prüfprotokolle und erinnert dich an Wartungsfristen.

Ein Nutzer von baunetzwissen.de schreibt: „Mit Hager Ready habe ich nach einer Renovierung die gesamte Dokumentation in zwei Stunden fertig. Vorher hätte ich drei Tage gebraucht.“ Und das ist kein Einzelfall. Eine Studie des Herstellers zeigt: Mit digitaler Software wird die Dokumentation bis zu 60 % schneller erstellt.

Und wichtig: Elektronische Dokumente sind rechtlich genauso gültig wie Papier. Das OLG Hamm hat 2022 entschieden: Digitale Dokumentation ist zulässig - solange sie unveränderbar und nachvollziehbar ist. Das heißt: Kein Word-Dokument, das jeder bearbeitet. Nutze eine App, die Änderungen protokolliert und eine digitale Signatur ermöglicht.

Was passiert, wenn du es nicht machst?

Die Konsequenzen sind ernst. In 28,7 % der Prüfungen, die das VDE-Prüfinstitut 2022 durchführte, fehlten Dokumentationen von Änderungen. In 32,5 % waren die Prüfprotokolle unvollständig. In 19,3 % waren die Schalter falsch beschriftet - oder gar nicht.

Was bedeutet das im echten Leben? Ein Mieter baut eine Steckdose ein - ohne zu dokumentieren. Ein Jahr später kommt ein Elektriker, um den FI-Schalter zu prüfen. Er schaltet den falschen Kreis ab. Der Kühlschrank läuft nicht mehr. Der Inhalt verdirbt. Der Mieter verlangt Schadensersatz. Wer zahlt? Der Vermieter - weil er keine Dokumentation vorlegen konnte. Die Versicherung sagt: „Kein Nachweis, keine Leistung.“

Ein anderer Fall: Ein Haus wird verkauft. Der Käufer will eine Solaranlage installieren. Aber er findet keine Pläne. Der Elektriker muss alle Leitungen mit dem Metalldetektor suchen - und das kostet 1.200 €. Der Verkäufer zahlt - weil er die Dokumentation nicht bereitgestellt hat.

Dokumentation ist kein Aufwand. Sie ist eine Versicherung. Und wie jede Versicherung zahlt sie sich aus - wenn es drauf ankommt.

Smartphone zeigt digitale Elektrodokumentation mit 3D-Gebäudemodell und Verteilerfoto.

Wie du die Dokumentation leichter machst

Die meisten Elektrofachkräfte finden die Dokumentation zeitaufwendig. Das ist richtig. Aber es gibt Wege, sie zu vereinfachen:

  • Starte früh: Dokumentiere nicht erst am Ende. Mache Fotos und Notizen während der Installation. Jede Leitung, die du verlegst, notierst du sofort.
  • Verwende Vorlagen: Der ZVEH bietet kostenlose Vorlagen für Installationspläne an. Nutze sie. Keine Eigenentwicklungen.
  • Verlasse dich nicht auf Erinnerungen: „Ich weiß doch, wo das Kabel ist.“ Nein, das weißt du nicht. Nach einem Jahr weißt du es nicht mehr. Und dein Nachmieter auch nicht.
  • Teile die Dokumentation: Gib sie dem Hausbesitzer, dem Vermieter, dem Elektriker. Und speichere eine Kopie in der Cloud - nicht nur auf deinem Handy.
  • Prüfe jährlich: Einmal im Jahr: Schau dir den Verteiler an. Stimmt die Beschriftung noch? Sind neue Geräte hinzugekommen? Aktualisiere die Dokumentation - und mach ein Foto.

Ein guter Elektriker sagt: „Ich dokumentiere, weil ich nicht will, dass jemand nach mir den Fehler macht, den ich nicht mehr sehen kann.“

Was kommt als Nächstes? Digitalisierung und BIM

Die Zukunft der Dokumentation ist digital - und vernetzt. Die DIN SPEC 91408:2023-02, die im Februar 2023 veröffentlicht wurde, legt die Grundlage für digitale Dokumentation mit standardisierten Datenformaten. Bis 2026 soll die Dokumentation von Elektroanlagen in Gebäuden mit Building Information Modeling (BIM) verknüpft sein. Das bedeutet: Der Plan deiner Elektroanlage wird Teil des digitalen Gebäudemodells. Du kannst sie mit einem Klick im 3D-Modell sehen - ohne Papier.

Und die VDE plant bis 2030 eine vollständige Digitalisierung mit Blockchain-Technologie. Das heißt: Jede Änderung wird unveränderbar gespeichert. Niemand kann sie löschen oder manipulieren. Die Dokumentation wird zur unverfälschten Wahrheit - und damit zur legalen Sicherheit.

Das klingt nach Zukunftsmusik? Vielleicht. Aber die ersten Schritte sind schon da. Wer heute mit Papier arbeitet, wird morgen den Anschluss verlieren. Wer heute digitalisiert, hat die Nase vorn - und vor allem: Sicherheit.

Muss ich die Elektroinstallation dokumentieren, wenn ich nur eine Steckdose hinzufüge?

Ja. Jede Änderung an einer elektrischen Anlage - egal wie klein - muss dokumentiert werden. Auch eine einzelne Steckdose. Die DIN 18015-1:2020-05 verlangt, dass die Dokumentation stets dem aktuellen Zustand entspricht. Wenn du eine Leitung verlegst, musst du das im Installationsplan und im Stromlaufplan nachtragen. Sonst ist die Dokumentation ungültig - und du verlierst den rechtlichen Schutz.

Kann ich die Dokumentation selbst erstellen, oder brauche ich einen Elektriker?

Du kannst die Dokumentation selbst erstellen - aber nur, wenn du die Normen kennst. Die Prüfprotokolle nach DIN VDE 0100-600 müssen von einer zugelassenen Elektrofachkraft erstellt werden. Die Pläne, Fotos und Beschriftungen kannst du selbst machen. Aber ohne die Prüfprotokolle ist die Dokumentation unvollständig. Die meisten Handwerker geben dir die Dokumentation als Teil der Rechnung - das ist Standard.

Was passiert, wenn ich die Dokumentation verliere?

Wenn du die Dokumentation verlierst, musst du sie neu erstellen - und zwar mit Hilfe eines Elektrikers. Der muss die Anlage neu prüfen, alle Leitungen messen und die Schalter testen. Das kostet zwischen 500 und 1.500 €, je nach Größe des Hauses. Und: Du hast keine Garantie, dass die neue Dokumentation genau stimmt. Die beste Lösung: Speichere die Dokumentation an zwei Orten - digital in der Cloud und als ausgedruckte Kopie in einem Ordner.

Warum sind die Schalterbeschriftungen so wichtig?

Weil sie Leben retten. Wenn im Keller ein Kabel brennt und du den falschen Schalter umlegst, läuft die Waschmaschine weiter - und das Feuer breitet sich aus. Eine klare Beschriftung wie „Keller - Heizung“ oder „Wohnzimmer - Steckdosen“ verhindert solche Fehler. 78,2 % der Prüfer finden fehlende oder falsche Beschriftungen als häufigsten Fehler. Das ist kein Detail - das ist eine Gefahr.

Gilt die Dokumentationspflicht auch für Mietwohnungen?

Ja. Der Vermieter ist verantwortlich für die ordnungsgemäße Elektroinstallation - und damit auch für die Dokumentation. Selbst wenn der Mieter eine Steckdose einbaut, muss der Vermieter die Änderung dokumentieren. Wer das nicht tut, haftet bei Schäden. Und: Der Mieter hat das Recht, die Dokumentation einzusehen, wenn er z. B. eine Ladesäule für sein Elektroauto installieren will.

Kommentare


Andreas Müller
Andreas Müller Dezember 15, 2025 at 21:30

Ich hab nach der Renovierung alles mit Hager Ready gemacht. Zwei Stunden, fertig. Vorher hab ich drei Tage mit Papier und Lineal gesessen. Die App erstellt sogar die Prüfprotokolle automatisch. Jetzt hab ich’s auf dem Handy und im Cloud-Speicher. Wer will, kann’s mit dem Elektriker teilen. Einfach.

Und nein, ich bin kein Elektriker. Bin nur faul und will nicht morgen den ganzen Kasten mit dem Metalldetektor abtasten.

Gisela De Leon
Gisela De Leon Dezember 16, 2025 at 14:11

Wer das nicht macht, hat verdient, dass ihm das Haus brennt.

Johannes Frotscher
Johannes Frotscher Dezember 17, 2025 at 07:10

Wow, das ist echt krass, wie wichtig das ist 😮 Ich hab’s immer als lästigen Papierkram gesehen, aber jetzt seh ich’s anders. Hab grad meine Verteiler-Fotos hochgeladen und die Schalter neu beschriftet. Mit Klebeband, wie’s steht. 🙌 Hoffe, mein Nachmieter dankt mir später 🤞

M Hirsch
M Hirsch Dezember 18, 2025 at 11:48

Ich hab vor drei Jahren eine Steckdose in die Garage gemacht und dachte: „Das ist doch nur eine, das macht doch keiner mit.“

Heute hab ich’s bereut. Der Elektriker kam, sah mich an und sagte: „Sie haben doch keine Ahnung, wo das Kabel hinläuft, oder?“

Jetzt hab ich’s dokumentiert. Und ich hab’s gelernt: Wenn du’s nicht aufschreibst, vergisst du es. Und dein Nachfolger auch.

Niamh Allen
Niamh Allen Dezember 19, 2025 at 04:45

Die DIN 18015-1:2020-05 und DIN VDE 0100-600:2017-06 sind nicht bloß Empfehlungen - sie sind rechtlich bindende Normen im Sinne des Elektroinstallationsgesetzes gemäß § 11 Abs. 1 Satz 1 der Elektro- und Nachrichtentechnik-Verordnung (ENTV). Jede Abweichung stellt eine Verletzung der öffentlichen Sicherheit dar, da die Gefährdungsbeurteilung gemäß ArbSchG unvollständig bleibt, was eine Haftung nach § 823 BGB und § 13 Abs. 1 Nr. 2 ProdHaftG auslöst.

Wenn Sie als Eigentümer die Dokumentation vernachlässigen, handeln Sie grob fahrlässig und verletzen die Pflicht zur Gefahrenabwehr gemäß § 10 Abs. 1 BGB. Die Versicherung kann nicht nur leisten verweigern - sie kann auch Regress fordern. Das ist kein „Papierkram“. Das ist strafbarer Unterricht.

Manuel Kurzbauer
Manuel Kurzbauer Dezember 20, 2025 at 17:19

Es ist interessant, wie wir Technik so sehr vertrauen, aber die Grundlagen vergessen. Die Dokumentation ist wie ein Tagebuch - nicht für andere, sondern für uns selbst. Sie sagt: „Ich war hier. Ich habe gesehen. Ich habe gewusst.“

Was wäre, wenn wir alle unsere Leben so dokumentieren würden? Nicht nur die Elektroanlage. Sondern auch die Entscheidungen. Die Fehler. Die Momente, die wir vergessen. Vielleicht wäre die Welt dann weniger chaotisch.

Björn Ackermann
Björn Ackermann Dezember 21, 2025 at 14:17

Die meisten Nutzer, die hier kommentieren, verstehen nicht, dass sie nicht nur gegen Normen verstoßen - sie verletzen das Prinzip der technischen Sorgfaltspflicht. Ein Amateur, der einen Stromlaufplan mit „Küche - Steckdosen“ beschriftet, zeigt nicht nur Unwissenheit - er zeigt eine gefährliche Arroganz gegenüber der elektrotechnischen Fachwelt.

DIN VDE 0040 existiert nicht, um Ihnen das Leben leichter zu machen. Sie existiert, um Sie davon abzuhalten, andere zu töten. Ihre „Klebeband-Lösung“ ist eine Farce. Ihre App ist ein Spielzeug. Und Ihre Selbstzufriedenheit ist tragisch.

jens lozano
jens lozano Dezember 23, 2025 at 02:38

Ich hab den Verteiler fotografiert, hab die Schalter mit Klebeband beschriftet und dann ein Foto davon in die Cloud gepackt.

Und ja, ich hab’s mit einem Filzstift gemacht - aber nur auf dem Klebeband. Nicht auf dem Schalter. Weil ich nicht dumm bin.

Und wenn jemand sagt, das ist nicht professionell - dann sag ich: Ja, aber es funktioniert. Und ich leb noch. Und mein Kühlschrank auch.

Mylander Plattner
Mylander Plattner Dezember 24, 2025 at 19:44

Fehlerhafte Beschriftungen sind nicht nur unprofessionell - sie sind grammatikalisch und semantisch unzulänglich. „Küche - Steckdosen“ ist kein korrekter Satz, sondern eine unvollständige Nominalphrase. Richtig wäre: „Steckdosenkreis Küche“.

Des Weiteren ist die Verwendung von „Klebeband“ als Schreibunterlage nicht DIN-konform. Gemäß DIN 14212:2019-07 sind dauerhafte, witterungs- und lichtbeständige Etiketten vorgeschrieben.

Wer dies ignoriert, handelt nicht nur fahrlässig - er verletzt die deutsche Sprache. Und das ist noch schlimmer.

Tobias Bordenca
Tobias Bordenca Dezember 24, 2025 at 20:52

Ach ja, natürlich - alles digital, alles in der Cloud, alles mit BIM und Blockchain…

Und wer hat das alles vor 20 Jahren gemacht? Die Leute mit dem Klemmbrett, dem Bleistift und dem Gedächtnis.

Ich hab 1998 mein Haus gebaut - ohne App, ohne Cloud, ohne „Hager Ready“. Ich hab alles auf Papier gezeichnet, in einen Ordner gepackt, und 25 Jahre später - hat der Elektriker gesagt: „Das ist die sauberste Dokumentation, die ich je gesehen habe.“

Also nein - Digitalisierung ist nicht die Lösung. Disziplin ist es. Und wer das nicht hat, kriegt auch mit der besten App keinen sauberen Verteiler.

Nadine Jocaitis
Nadine Jocaitis Dezember 25, 2025 at 18:24

Ich hab’s vor einem Jahr gemacht - und es war stressig, aber es hat sich gelohnt.

Als der Elektriker kam, hat er gesagt: „Endlich mal jemand, der’s ordentlich macht.“

Ich hab’s nicht für die Versicherung gemacht. Nicht für den Käufer. Sondern für den, der später hier wohnt. Vielleicht jemand, der keine Ahnung hat. Vielleicht jemand, der Angst hat.

Ich hab’s für ihn gemacht. Und das macht mich stolz.

Schreibe einen Kommentar: