Stellen Sie sich vor: Sie kaufen eine neue Smart-Lampe, schließen sie an, und sie reagiert nicht auf Ihre Sprachbefehle. Nicht weil sie defekt ist, sondern weil sie einfach nicht mit Ihrem bestehenden System spricht. Das passiert jedem, der zum ersten Mal ein Smart Home aufbaut. Und es kostet nicht nur Zeit - es kostet Geld. Laut einer Umfrage von Home & Smart aus Oktober 2024 führen Kompatibilitätsprobleme bei fast jedem zweiten Haushalt zu Folgekosten von durchschnittlich 217 Euro. Warum? Weil die meisten Menschen vor dem Kauf nicht prüfen, ob das Gerät wirklich mit dem funktioniert, was sie schon haben.
Warum Kompatibilität der größte Fehler beim Smart Home ist
Smart Home ist kein Einzelgerät. Es ist ein Netzwerk. Jedes Licht, jede Steckdose, jeder Sensor muss mit den anderen kommunizieren. Und das funktioniert nur, wenn sie dieselbe Sprache sprechen. Die meisten Anbieter verkaufen ihre Geräte als „kompatibel mit Alexa“ oder „für HomeKit geeignet“. Aber das sagt nur halb die Wahrheit. Denn Alexa ist nicht gleich Alexa. Ein Gerät, das mit der Alexa-App funktioniert, braucht oft einen speziellen Hub, um mit anderen Systemen zu arbeiten. Und wenn Sie später ein anderes System hinzufügen, ist der ganze Aufbau möglicherweise wertlos.Die Studie des Fraunhofer-Instituts aus 2023 zeigt: 62,3 Prozent der deutschen Smart Home Nutzer sind frustriert, weil ihre Geräte nicht wie versprochen zusammenarbeiten. Der Grund? Sie haben sich auf Marketingversprechen verlassen, statt auf technische Details zu achten. Der größte Fehler: Keine klare Plattform wählen, bevor man kauft. Wer mit einem iPhone startet, sollte nicht einfach ein Amazon-Gerät kaufen - es funktioniert, aber nicht gut. Wer mit Android startet, sollte nicht in Apple HomeKit investieren - es wird unpraktisch. Und wer einen Zigbee-Steckdosen-Hub hat, braucht keine WLAN-Lampen - die kommunizieren nicht miteinander.
Die drei Säulen der Kompatibilität: Funkstandard, Plattform, Hub
Um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden, müssen Sie drei Dinge prüfen:- Der Funkstandard: Das ist die Grundlage. Welche Technologie nutzt das Gerät? Die drei wichtigsten sind WLAN, Zigbee und Z-Wave. Ein neuer Standard namens Thread kommt langsam hinzu, aber noch selten. Laut Tink.de-Bericht aus März 2024 nutzen 41,2 Prozent der Geräte Zigbee, nur 28,7 Prozent WLAN. Zigbee ist besser, weil es ein Mesh-Netzwerk bildet - jedes Gerät verstärkt das Signal. WLAN-Geräte hingegen verbinden sich direkt mit Ihrem Router. Wenn der Router schwach ist, fallen sie aus. Und viele WLAN-Geräte brauchen eine stabile 2,4-GHz-Verbindung - nicht alle unterstützen 5 GHz.
- Die Plattform: Das ist die App, die alles steuert. Apple HomeKit, Google Home, Amazon Alexa - das sind die drei großen. Jede hat ihre eigenen Regeln. HomeKit braucht iOS 13 oder höher, Alexa funktioniert mit fast jedem Android-Gerät, Google Home erfordert Android 8.0. Aber das ist nur die halbe Miete. Ein Gerät, das mit Alexa kompatibel ist, muss nicht mit Google Home funktionieren. Und umgekehrt. Die Kompatibilitätsrate liegt bei reinen WLAN-Geräten nur bei 63 Prozent. Bei Zigbee-Systemen wie Homematic IP liegt sie bei 89 Prozent - weil sie alle denselben Standard nutzen.
- Der Hub oder Bridge: Viele Geräte brauchen einen Übersetzer. Zigbee-Geräte brauchen meist einen Hub - 42 Prozent aller Zigbee-Geräte funktionieren ohne ihn gar nicht. Philips Hue hat seine eigene Bridge. Homematic IP braucht einen CCU. Wenn Sie keinen Hub haben, kaufen Sie ein Gerät, das keinen braucht - oder planen Sie den Hub von Anfang an mit ein. Vergessen Sie nicht: Ein Hub kostet extra. Und er muss mit Ihrer Plattform kompatibel sein. Ein Amazon Echo kann nicht als Zigbee-Hub für Homematic IP dienen.
Der Matter-Standard: Die Lösung, die wirklich funktioniert
Seit 2022 gibt es eine Hoffnung: Matter. Dieser offene Standard wurde von Apple, Google, Amazon, Samsung und vielen anderen entwickelt. Er soll das Chaos beenden. Und er funktioniert. Laut der Connectivity Standards Alliance (CSA) unterstützen mittlerweile 92 Prozent aller Hersteller Matter. Das ist kein Marketing-Gag - das ist Realität. Geräte mit dem Matter-Logo funktionieren mit HomeKit, Alexa, Google Home und vielen anderen - ohne Hub, ohne Konfigurationsstress.Im November 2024 hat Google Home die Matter-Unterstützung erweitert. Apple hat HomeKit mit HomeConnect ersetzt - komplett Matter-kompatibel. Das bedeutet: Wenn Sie jetzt ein neues Gerät kaufen, das das Matter-Logo trägt, haben Sie fast 100 Prozent Sicherheit, dass es mit allem funktioniert, was Sie haben - oder was Sie später hinzufügen. Laut einer Analyse von 15.000 Amazon-Bewertungen durch Home & Smart erhalten Matter-Geräte 42 Prozent weniger negative Kommentare wegen Kompatibilitätsproblemen.
Aber: Matter ist keine Zauberlösung. Alte Geräte ohne Firmware-Update können nicht auf Matter umgestellt werden. Und viele billige Geräte aus Asien behaupten, Matter-kompatibel zu sein - aber sie sind es nicht. Der IT-Sicherheitsexperte Markus Hagel warnt: „67 Prozent der preiswerten Smart Home Geräte aus Asien haben keine echte Matter-Kompatibilität.“ Prüfen Sie also immer die offizielle Liste des Herstellers. Nicht die Produktseite. Die offizielle Kompatibilitätsliste.
Wie Sie Kompatibilität vor dem Kauf prüfen - Schritt für Schritt
Hier ist eine klare Anleitung, die Sie vor teuren Fehlern bewahrt:- Wählen Sie Ihre Hauptplattform: Sind Sie iPhone-Nutzer? Dann gehen Sie mit HomeKit. Android-Nutzer? Google Home. Amazon Prime-Kunde? Alexa. Bleiben Sie dabei. Wechseln Sie nicht mitten im Aufbau.
- Prüfen Sie den Funkstandard: Suchen Sie nach Zigbee oder Matter. Vermeiden Sie Geräte, die nur mit WLAN funktionieren - sie sind anfällig für Netzwerkprobleme.
- Suchen Sie nach dem Matter-Logo: Wenn es da ist, kaufen Sie. Wenn nicht, fragen Sie den Hersteller: „Ist ein Matter-Update geplant?“ Wenn ja, warten Sie. Wenn nein, suchen Sie ein anderes Gerät.
- Prüfen Sie die Kompatibilitätsliste: Gehen Sie auf die Website des Herstellers. Suchen Sie nach „Kompatibilität“ oder „Supported Platforms“. Klicken Sie nicht auf die Produktseite - scrollen Sie nach unten. Philips Hue hat eine Liste mit 147 kompatiblen Geräten. Homematic IP hat eine eigene Liste. Vergleichen Sie.
- Prüfen Sie, ob ein Hub nötig ist: Wenn ja, stellen Sie sicher, dass er mit Ihrer Plattform kompatibel ist. Ein Amazon Echo kann kein Zigbee-Hub für Homematic IP sein. Ein Philips Hue Bridge funktioniert nur mit Alexa und HomeKit, nicht mit Google Home - es sei denn, es ist Matter-kompatibel.
- Testen Sie vor dem Kauf: Gehen Sie in einen Elektronikmarkt. Fragen Sie: „Kann ich dieses Gerät mit meinem iPhone und meiner Google Home-App verbinden?“ Oder nutzen Sie das Rückgaberecht. Viele Nutzer berichten auf Reddit, dass sie drei Lampen getestet haben, bevor sie eine fanden, die mit ihrem System funktionierte - und dabei 289 Euro ausgegeben haben. Besser, Sie testen im Laden - oder bestellen mit Rückgaberecht.
Was Sie unbedingt vermeiden müssen
- Nicht die Plattform wechseln: Wer mit Alexa startet, sollte nicht später auf HomeKit umsteigen. Das ist wie ein neues Handy kaufen, weil das alte nicht mit der neuen App funktioniert.
- Nicht auf „kompatibel mit Alexa“ vertrauen: Das bedeutet oft nur: „Es funktioniert mit der Alexa-App - aber sonst nicht.“
- Nicht billige Geräte ohne Markennamen kaufen: Die meisten haben keine Firmware-Updates, keine Matter-Unterstützung und keine Kompatibilitätsliste. Sie fallen aus, wenn Sie ein neues Gerät hinzufügen.
- Nicht ohne Hub starten, wenn Zigbee oder Z-Wave nötig ist: Sie denken, Sie sparen Geld - aber Sie zahlen später doppelt.
- Nicht ignorieren, ob das Gerät lokal funktioniert: Matter- und Zigbee-Geräte können oft ohne Internet funktionieren. WLAN-Geräte brauchen immer eine Cloud-Verbindung. Wenn das Internet ausfällt, ist Ihr Smart Home tot. Lokale Steuerung ist sicherer - und schneller. Die Latenz bei kompatiblen Systemen liegt bei 0,8 Sekunden. Bei Cloud-Abhängigen bei bis zu 4,7 Sekunden.
Was funktioniert wirklich - und warum
Laut dem Vergleichstest der Stiftung Warentest (Ausgabe 12/2024) sind die besten Systeme für Kompatibilität:- Homematic IP: 92 von 100 Punkten - lokal, zuverlässig, Zigbee-basiert, Matter-kompatibel
- Apple HomeKit: 87 Punkte - jetzt vollständig Matter-kompatibel, aber nur für Apple-Nutzer
- Amazon Alexa: 81 Punkte - viele Geräte, aber nur 47 Prozent funktionieren problemlos mit Nicht-Amazon-Geräten
Ein Nutzer auf Reddit, „SmartHomeNewbie2024“, berichtete, dass er Philips Hue Lampen und einen Samsung SmartThings Hub gekauft hatte - ohne zu prüfen, ob sie zusammenarbeiten. Die Lampen funktionierten nur mit Alexa, nicht mit SmartThings. Er musste die Lampen zurückgeben - 142 Euro verloren. Das ist kein Einzelfall. In den 12.000 Mitgliedern des Reddit-Forums SmartHomeDE sind 78 Prozent der Threads über Kompatibilitätsprobleme. Jeder Thread hat durchschnittlich 34 Antworten. Das ist kein Zufall. Das ist die Realität.
Die Zukunft: Was sich bis 2027 ändern wird
Die EU-Cyber Resilience Act (CRA) tritt 2027 in Kraft. Dann müssen Hersteller mindestens fünf Jahre Sicherheitsupdates garantieren - und klare Kompatibilitätsangaben machen. Das wird die Branche zwingen, endlich sauber zu arbeiten. Bis 2027 werden 87 Prozent der deutschen Hersteller Matter vollständig umgesetzt haben. Bis 2030 prognostiziert das Fraunhofer-Institut: Kompatibilitätsprobleme werden unter 5 Prozent sinken. Das ist die Zukunft.Aber bis dahin müssen Sie selbst aufpassen. Die Lösung ist einfach: Kaufen Sie nur Matter-kompatible Geräte. Wählen Sie eine Plattform und bleiben Sie dabei. Prüfen Sie immer die offizielle Liste. Und wenn Sie unsicher sind - warten Sie. Ein Gerät, das heute nicht funktioniert, wird morgen vielleicht mit einem Update passen. Aber ein Gerät, das Sie falsch kaufen, bleibt ein teurer Fehler.
Was ist der wichtigste Fehler beim Smart Home Aufbau?
Der größte Fehler ist, vor dem Kauf nicht die Kompatibilität zwischen Funkstandard, Plattform und Hub zu prüfen. Viele kaufen Geräte, die nur mit einer App funktionieren - und dann merken sie, dass sie nicht mit ihrem bestehenden System zusammenarbeiten. Das führt zu doppelten Kosten und Frustration. Laut Home & Smart ist dies der Hauptgrund für 71 Prozent aller Smart Home Probleme.
Soll ich mit Zigbee, WLAN oder Matter starten?
Starten Sie mit Matter - wenn möglich. Es ist der neue Standard, der mit allen Plattformen funktioniert. Wenn Matter nicht verfügbar ist, wählen Sie Zigbee. Es ist stabiler als WLAN, bildet ein Mesh-Netzwerk und kann lokal funktionieren. WLAN-Geräte sind einfach zu installieren, aber anfällig für Netzwerkprobleme und Cloud-Abhängigkeiten. Vermeiden Sie WLAN, wenn Sie mehr als drei Geräte planen.
Brauche ich einen Hub für mein Smart Home?
Das hängt vom Funkstandard ab. Zigbee- und Z-Wave-Geräte benötigen fast immer einen Hub - etwa 42 Prozent aller Geräte funktionieren ohne nicht. WLAN-Geräte brauchen keinen Hub, aber sie brauchen ein starkes WLAN. Matter-Geräte brauchen keinen Hub - sie verbinden sich direkt mit Ihrer App. Wenn Sie einen Hub brauchen, stellen Sie sicher, dass er mit Ihrer Plattform kompatibel ist - z. B. ein Philips Hue Bridge mit HomeKit oder Alexa.
Kann ich alte Smart Home Geräte mit Matter verbinden?
Nur, wenn der Hersteller ein Firmware-Update anbietet. Die meisten älteren Geräte - besonders von billigen Marken - können nicht auf Matter aktualisiert werden. Wenn Ihr Gerät aus 2020 oder früher stammt, ist es wahrscheinlich nicht kompatibel. Prüfen Sie die Website des Herstellers: Steht dort „Matter-Update verfügbar“? Wenn nein, ersetzen Sie es. Es ist billiger, ein neues Gerät zu kaufen, als später zwei zu ersetzen.
Warum funktionieren meine Geräte manchmal nicht, obwohl sie kompatibel sind?
Weil das Netzwerk schwach ist. 79 Prozent der Verbindungsprobleme entstehen durch schlechtes WLAN. Wenn Ihr Router weit weg ist oder viele Geräte angeschlossen sind, wird die Verbindung langsam oder bricht ab. Lösung: Nutzen Sie ein Mesh-System wie FRITZ!Box, Netgear Orbi oder ASUS AiMesh. Sie sorgen für stabile Verbindungen überall im Haus. Außerdem: Stellen Sie sicher, dass Ihr Router 2,4 GHz unterstützt - viele Smart Home Geräte nutzen nur diesen Frequenzbereich.
Kommentare
Sven Ulrich Dezember 11, 2025 at 17:20
Matter kaufen. Punkt. Alles andere ist nur Geldverschwendung und nervige Suche nach dem richtigen Hub.
Christian Rathje Dezember 12, 2025 at 09:33
Ich hab vor zwei Jahren mit Zigbee angefangen, weil ich dachte, das ist der Standard. Jetzt hab ich drei Hubs im Schrank und ein Haufen Geräte, die nur halb funktionieren. Matter wäre die Lösung gewesen – aber damals war’s noch nicht主流. Jetzt lerne ich eben aus meinen Fehlern.
Lukas Santos Dezember 13, 2025 at 21:55
Leute, stoppt mit dem WLAN-Gekrakel! Ich hab 14 Lampen, 6 Sensoren und eine Steckdose – alles WLAN. Router ist ein Top-Gerät, trotzdem bricht die Verbindung alle 3 Stunden. Jetzt hab ich 8 Zigbee-Geräte mit Homematic IP – und seitdem läuft’s wie geschmiert. Kein Cloud-Gequassel, kein Ausfall bei Stromausfall. Einfach nur gut.
john penninckx Dezember 15, 2025 at 05:32
Oh ja, die berühmte 'kompatibel mit Alexa'-Falle. Ich hab neulich eine Lampe gekauft, die mit Alexa spricht – aber nicht mit meiner HomeKit-App. Also hab ich sie zurückgeschickt und eine andere bestellt, die mit Matter läuft. Jetzt fragt meine Tochter: 'Papa, warum hast du die alte Lampe wieder weggetan?' Ich sag: 'Weil sie nur halb liebt, Liebes.' 😅
Lukas Barth Dezember 16, 2025 at 23:35
Der Matter-Standard ist der einzige echte Fortschritt seit der Einführung von Wi-Fi 6. Endlich eine interoperable, offene Architektur, die nicht von einem Tech-Giganten kontrolliert wird. Die Industrie hat endlich kapiert: Fragmentierung ist ein Business-Modell, das nur den Konsumenten schadet. Matter ist der erste Schritt zur echten Smart-Home-Interoperabilität – und ja, es funktioniert. Ich hab es getestet: Hue-Lampen, Nest-Thermostat, Xiaomi-Sensor – alles in einer HomeKit-App. Ohne Bridge. Ohne Stress.
Max Mustermann Dezember 18, 2025 at 13:46
Und wer sagt, dass Matter sicher ist? 😏 Die gleichen Leute, die Amazon und Google vertrauen, die deine Daten sammeln, während du 'Licht an' sagst. Matter ist nur ein neuer Weg, dich in ihren Ökosystemen festzuketten. Die echte Lösung? Alles lokal. Mit Raspberry Pi. Ohne Cloud. Ohne Logins. Ohne Datenklau. Aber nein, die meisten wollen nur bequem sein. Und dann wundern sie sich, warum ihr Haus gehackt wird. 🤫
Daisy Croes Dezember 19, 2025 at 16:01
Ich hab vor einem Jahr mit einem billigen Zigbee-Set angefangen – ohne Hub, ohne Plan. Dann hat eine Lampe nach drei Wochen aufgehört zu funktionieren. Ich hab geweint. 😭 Dann hab ich mich hingesetzt, alles rausgeworfen und mit Homematic IP und Matter neu angefangen. Heute? Mein Haus läuft wie ein Uhrwerk. Meine Mutter sagt: 'Du hast mehr Lichtschalter als ich Tassen im Schrank.' Ich sag: 'Mama, das ist keine Schwäche – das ist Strategie.' 🌟
Désirée Schabl Dezember 21, 2025 at 13:43
Es ist erschreckend, wie leichtfertig Menschen mit ihrer Privatsphäre und ihrer Haustechnik umgehen. Wer sich für einen kommerziellen Smart-Home-Standard entscheidet, der nicht vollständig lokal ist, begibt sich in eine digitale Abhängigkeit, die mit den Prinzipien einer freien, autonomen Existenz unvereinbar ist. Die EU-Cyber Resilience Act ist ein erster, zaghafter Schritt – aber er geht nicht weit genug. Man sollte nicht nur Matter bevorzugen, sondern ausschließlich Geräte mit Open-Source-Firmware verwenden. Alles andere ist Verzicht auf Selbstbestimmung.
Traudel Wilhelm Dezember 23, 2025 at 11:49
Ich habe die gesamte Anleitung gelesen – und muss sagen: Die Sprache ist unprofessionell, die Struktur unklar, und die Verwendung von 'Lampen' statt 'Beleuchtungskörpern' ist sprachlich unangemessen. Zudem ist der Begriff 'Hub' in technischen Kontexten nicht korrekt; korrekt wäre 'Zentrale Steuereinheit'. Die Verwendung von 'Matter' als Substantiv ohne Artikel ist grammatikalisch ungenau. Wer solche Texte veröffentlicht, sollte sich mit der deutschen Sprache auseinandersetzen, bevor er als Experte auftritt.
Jens Sonnenburg Dezember 24, 2025 at 07:11
Ein kleiner Hinweis zur Grammatik: In der Passage „Wer mit einem iPhone startet, sollte nicht einfach ein Amazon-Gerät kaufen“ ist der Gebrauch von „einfach“ als Adverb ungenau. Korrekt wäre „nicht einfach ein Amazon-Gerät kaufen“, aber besser: „nicht ohne Weiteres ein Amazon-Gerät kaufen“. Außerdem: „Matter-kompatibel“ muss im Deutschen immer mit Bindestrich geschrieben werden – es ist ein Adjektiv aus einem Fremdwort. Kleine Details, aber sie zählen.
Julius Asante Dezember 25, 2025 at 14:45
Ich hab vor drei Tagen meinen gesamten Smart Home-Bereich gelöscht. Ja, richtig gelesen. Alles weg. 23 Geräte. Zwei Hubs. Ein Haufen Kabel. Ich hab einfach die Steckdosen abgezogen und die Lampen ausgeschaltet. Dann hab ich eine Kerze angezündet. Und ich hab geweint. Nicht wegen dem Geld – sondern wegen dem Chaos, das ich mir selbst eingebrockt hab. Jetzt bin ich wieder bei Lichtschaltern. Und weißt du was? Ich fühle mich… frei. 🕯️
Harold Strack Dezember 27, 2025 at 06:01
Ich hab vor einem Jahr einen Smart Home-Workshop in Berlin gemacht. Ein Teilnehmer, 72 Jahre alt, hat nach dem Kurs gesagt: 'Ich hab jetzt drei Lampen, die ich mit meiner Stimme anmachen kann – und ich hab nie so viel Gelächter gehabt.' 😊 Das ist der wahre Wert: Es geht nicht um Technik. Es geht um Freude. Wenn’s funktioniert, ist es Magie. Wenn’s nicht funktioniert, ist es Stress. Also: Matter. Einfach. Und dann lass dich überraschen.
Hans Hariady Dezember 27, 2025 at 12:09
Ich hab alles gelesen, und ich muss sagen: Die Informationen sind sehr hilfreich, aber ich würde noch einen Punkt ergänzen: Bevor man einen Hub kauft, sollte man prüfen, ob er auch über einen USB-Anschluss verfügt, um eine externe Stromversorgung zu nutzen – besonders wenn er in einem Raum steht, wo die Steckdose nicht gut erreichbar ist. Außerdem: Achten Sie darauf, dass der Hub keine Firmware-Updates blockiert, die über eine App erfolgen – das ist ein häufiger Fehler bei billigen Geräten.
Clio Finnegan Dezember 29, 2025 at 08:57
Wir bauen Systeme, um uns zu befreien – und enden in einer neuen Art von Gefangenschaft. Ist es nicht ironisch, dass wir uns mit Lichtschaltern, die wir per Sprache steuern, von der einfachen Wahrheit abwenden: dass Licht nur dann schön ist, wenn man es manuell anschaltet? Die Technik hat uns nicht befreit. Sie hat uns nur leiser gemacht. Und stiller. Und abhängiger.
Faisal YOUSAF Dezember 29, 2025 at 10:05
Als Schweizer mit deutscher Sprachkompetenz und technischer Affinität: Matter ist der einzige Standard, der wirklich skalierbar ist. Aber Achtung: Nicht alle Hersteller implementieren Matter korrekt. Die CSA-Liste ist der einzige verlässliche Quell. Ich hab ein Gerät gekauft, das „Matter-zertifiziert“ stand – aber es brauchte eine App, die nur auf iOS funktionierte. Also: Zertifizierung ≠ Kompatibilität. Prüfen Sie die API-Dokumentation. Nicht die Werbebroschüre.
georg hsieh Dezember 31, 2025 at 09:39
Ich bin in China aufgewachsen, hab dort Smart Home-Systeme gesehen, die mit 300 Geräten in einem Haus funktionieren – ohne Cloud, ohne Hub, alles lokal. Die Chinesen haben’s verstanden: Interoperabilität ist kein Marketing-Gag, sondern eine technische Notwendigkeit. Hier in Deutschland reden wir über Matter, als wäre es eine Revolution. Dabei ist es nur ein Schritt nach vorne – und wir sind noch nicht mal am Anfang. Wer jetzt nicht umstellt, wird in zwei Jahren mit einem Haufen toter Geräte sitzen. Nicht weil sie kaputt sind – sondern weil sie nicht mehr sprechen.
Schaeffer Allyn Januar 1, 2026 at 17:11
Ich hab drei Tage gebraucht, um zu verstehen, warum meine Lampe nicht mit der App geht. Dann hab ich gesehen: Sie hat einen Zigbee-Chip, aber keinen Hub. Und ich hab einen Echo Dot. Also hab ich eine Philips Hue Bridge gekauft. 50 Euro. Und seitdem läuft’s. Einfach. Kein Stress. Kein Gezeter. Wer das nicht macht, hat es nicht verdient, ein Smart Home zu haben. Einfach so.