Rückstauebene: Was sie ist, warum sie wichtig ist und wie sie Ihren Bau beeinflusst

Die Rückstauebene, die höchste Höhe, bis zu der Abwasser in einer Kanalisation zurückstauen kann, wenn das öffentliche System überlastet ist. Auch bekannt als Rückstauhöhe, ist sie kein theoretisches Konzept – sie bestimmt, ob Ihr Keller trocken bleibt oder zum Schwimmbecken wird. In Deutschland wird sie in der DIN 1986-100 festgelegt, und viele Bauherren wissen nicht einmal, dass sie existiert – bis es zu spät ist.

Wenn es stark regnet oder die Kanalisation überlastet ist, fließt das Abwasser nicht mehr ab – es steigt zurück. Und wenn Ihr Haus tiefer liegt als die Rückstauebene, dann läuft es Ihnen einfach ins Haus. Kein Wunder, dass in vielen Kommunen die Rückstauversicherung, eine spezielle Versicherung, die Schäden durch Rückstau abdeckt. Auch bekannt als Kanalrückstauversicherung, ist sie heute fast so wichtig wie die Hausratversicherung. Denn eine normale Wohngebäudeversicherung zahlt nicht, wenn das Abwasser aus der Toilette oder dem Waschbecken zurückfließt. Das ist kein Wasserrohrbruch – das ist Rückstau. Und das kostet schnell 10.000 Euro oder mehr, wenn Boden, Wände, Möbel und Heizung kaputt sind.

Die Lösung? Entweder Sie bauen eine Rückstauklappe, ein mechanisches Ventil, das bei Rückstau automatisch schließt. Auch bekannt als Rückstauverschluss, ist es eine der effektivsten Schutzmaßnahmen für Keller. oder Sie heben Ihren Keller an – aber das ist teuer. Viel einfacher und günstiger ist es, die Rückstauebene Ihres Grundstücks zu prüfen. Die Gemeinde oder der Wasserverband muss diese Daten bereitstellen. Frag einfach nach – viele wissen nicht, dass sie das Recht dazu haben. In manchen Gegenden ist die Rückstauebene höher als der Kellerboden, in anderen liegt sie fünf Zentimeter darunter. Ein einziger Zentimeter kann den Unterschied zwischen Trockenheit und Flut machen.

Wenn Sie bauen, sanieren oder umbauen, ist die Rückstauebene kein optionaler Hinweis – sie ist Pflicht. In der Musterbauordnung (MBO) steht klar: Jeder Neubau oder größere Umbau muss den Rückstauschutz berücksichtigen. Und wenn Sie später einen Schaden melden, prüft die Versicherung: Hatten Sie die Rückstauebene geprüft? Hatten Sie eine Klappe? Falls nein – dann zahlt die Versicherung nicht. Keine Ausreden. Keine Nachsicht.

Was Sie in dieser Sammlung finden, sind konkrete Anleitungen, Erfahrungsberichte und Checklisten, die Ihnen helfen, die Rückstauebene nicht zu ignorieren. Von der richtigen Klappe bis zur Versicherung, von den Gesetzen bis zu den Kosten – alles, was Sie brauchen, um Ihren Keller vor dem nächsten Starkregen zu schützen. Keine Theorie. Kein Blabla. Nur das, was funktioniert.

Nov 20, 2025

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