Rückstauschutz: Was er ist und warum er in jedem Haus wichtig ist
Ein Rückstauschutz, ein mechanisches oder elektronisches System, das verhindert, dass Abwasser aus der Kanalisation in Ihr Haus zurückfließt. Auch bekannt als Rückstauabschaltung, ist er keine Option – er ist eine Notwendigkeit, besonders in tiefer gelegenen Räumen wie Kellern oder Erdgeschossen. Viele denken, dass Rückstau nur bei Hochwasser passiert. Doch schon bei einem verstopften Kanal, einer überlasteten Kläranlage oder einem einfachen Regenguss kann das Abwasser nach oben drücken – und dann fließt es nicht in die Straße, sondern in Ihre Waschmaschine, Ihr Bad oder Ihre Küche.
Ein Rückstauversicherung, eine Versicherung, die Schäden durch Rückstau abdeckt. Auch bekannt als Rückstauschadenversicherung, hilft zwar bei der Finanzierung, aber nicht beim Verhindern des Schadens. Wer nur auf die Versicherung setzt, hat schon verloren. Denn kein Versicherer ersetzt den verlorenen Möbeln, den zerstörten Wänden oder dem Stress, den ein vollgelaufener Keller mit sich bringt. Der wirkliche Schutz kommt von einem funktionierenden Rückstauabschaltung, ein mechanisches Gerät, das bei Rückstau automatisch den Abfluss verschließt. Auch bekannt als Rückstauklappe, der direkt in Ihre Abwasserleitung eingebaut wird.
Die meisten Häuser in Deutschland haben keinen Rückstauschutz – nicht weil er teuer ist, sondern weil er oft übersehen wird. Bauherren denken an Fenster, Dämmung, Heizung – aber selten an den Abfluss unter dem Boden. Dabei kostet eine einfache Rückstauklappe zwischen 500 und 1.500 Euro – inklusive Einbau. Im Vergleich zu einem Schaden von 10.000 Euro oder mehr ist das ein kleiner Preis. Und es gibt Förderungen: Manche Kommunen zahlen bis zu 50 % der Kosten, besonders wenn Sie den Keller sanieren oder energieeffizient umrüsten.
Wer in einem Altbau wohnt, besonders in Stadtzentren oder in der Nähe von Flüssen, sollte prüfen, ob sein Haus schon geschützt ist. Neue Häuser müssen seit 2020 laut DIN 1986-100 einen Rückstauschutz haben – aber was ist mit Ihrem Haus aus den 70ern? Die meisten nicht. Und wer Mietwohnungen bewohnt, sollte den Vermieter fragen. Der ist gesetzlich verpflichtet, den Schutz zu installieren, wenn das Risiko besteht.
Es gibt verschiedene Arten: Die mechanische Klappe, die einfach zufällt, wenn das Wasser von unten kommt. Die elektronische Variante mit Pumpen, die bei drohendem Rückstau aktiv werden. Und die Kombination aus beiden – für besonders sensible Bereiche wie Wohnzimmer oder Heizungsräume im Keller. Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile. Aber alle haben eines gemeinsam: Sie funktionieren nur, wenn sie installiert und gewartet werden. Eine Klappe, die nach zehn Jahren verrostet ist, bringt nichts.
Immer wieder sehen wir in den Beiträgen unten, wie Menschen mit Schäden kämpfen – weil sie dachten, "es passiert mir nicht". Die Lösung ist nicht kompliziert. Es geht nicht um teure Sanierungen oder komplexe Technik. Es geht um einen einfachen, klaren Schritt: Prüfen. Installieren. Schützen. Die folgenden Artikel zeigen, wie Sie den richtigen Rückstauschutz finden, was er kostet, wie er eingebaut wird und warum viele Handwerker ihn falsch installieren – und was Sie dagegen tun können.
Rückstauschutz in Gebäuden: Technik, Wartung und Versicherung im Überblick
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