XPS Dämmung: Was sie kann, was sie kostet und wo sie wirklich sinnvoll ist

XPS Dämmung, ein hochdichter, extrudierter Polystyrol-Hartschaum, der als Wärmedämmstoff in Wänden, Böden und Dächern eingesetzt wird. Auch bekannt als XPS-Platte, ist sie besonders widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Druck – und das macht sie zu einer der meistgenutzten Lösungen für Boden- und Kellerdämmung. Im Gegensatz zu herkömmlichem EPS (Styropor) nimmt XPS kaum Wasser auf, bleibt auch nach Jahren stabil und verliert kaum seine Dämmwirkung. Das ist kein Marketing-Gerede – das ist Praxis. In Gebäuden mit Feuchtigkeitsproblemen, wie Kellern oder unter Fliesenböden, ist XPS oft die einzige sinnvolle Wahl.

Doch XPS ist nicht für alles geeignet. Wer es an der Außenfassade einsetzt, muss auf die richtige Verarbeitung achten: Es braucht eine schützende Putzschicht, sonst kann es durch UV-Licht und Witterung beschädigt werden. Auch als Dachdämmung ist es nur bedingt empfehlenswert, wenn kein ausreichender Luftaustausch gewährleistet ist. Hier greifen viele zu mineralischen Dämmstoffen wie Steinwolle, die atmen können. XPS dagegen ist dicht – und das ist sein Vorteil und seine Grenze zugleich. Es schützt vor Feuchtigkeit, aber es lässt auch keine Feuchtigkeit entweichen. Deshalb muss die Konstruktion von Anfang an trocken sein.

Wärmedämmung, die systematische Reduzierung von Wärmeverlusten in Gebäuden, um Energiekosten zu senken und den Komfort zu erhöhen mit XPS ist kein Zaubertrick – es ist eine klare technische Entscheidung. Die Dicke spielt eine entscheidende Rolle: Eine 10 cm starke XPS-Platte hat einen Wärmedurchgangskoeffizienten von etwa 0,030 W/(m·K). Das bedeutet: Sie hält fast genauso gut wie teurere Materialien, aber bei deutlich geringeren Kosten. Ein Quadratmeter XPS-Platte (10 cm) kostet zwischen 15 und 25 Euro, inklusive Montage oft unter 40 Euro. Im Vergleich zu Mineralwolle ist es teurer, aber langlebiger und feuchtigkeitsresistenter.

Wer eine Sanierung plant, sollte XPS besonders in drei Fällen in Betracht ziehen: bei Kellerwänden, unter Fußbodenheizungen und in Garagen oder Carports. Hier ist es die einzige Dämmung, die nicht durchfeuchtet, nicht nachgibt und nicht schimmelt. In der Praxis sehen wir oft, dass Leute erst nach Jahren merken, dass ihre EPS-Dämmung im Keller aufgequollen ist – weil sie zu viel Feuchtigkeit aufgenommen hat. XPS vermeidet das.

Ein weiterer Vorteil: XPS lässt sich leicht verarbeiten. Mit einem einfachen Messer schneidest du es zurecht, es passt genau in die Lücken – kein Abfall, keine Fugen, die Wärme entweichen lassen. Es ist ideal für Renovierungen, wo Platz knapp ist und die Oberfläche nicht perfekt eben ist. Aber Achtung: Es ist kein DIY-Material für Anfänger, die nicht wissen, wie man eine Dampfsperre richtig legt. Ohne richtige Dampfbremse kann sich Feuchtigkeit hinter der Platte sammeln – und das ist schlimmer als gar keine Dämmung.

Die Dämmstoffe, Materialien, die den Wärmefluss in Gebäuden reduzieren und so den Energieverbrauch senken-Markt ist voll von Versprechen. XPS ist kein Allheilmittel, aber es ist eine der zuverlässigsten Lösungen für spezifische Anwendungen. Wenn du eine Dämmung brauchst, die unter Last bleibt, die nicht feucht wird und die lange hält – dann ist XPS deine Wahl. Wenn du eine wohnliche, atmende Dämmung für Wände oder Dächer suchst, dann schau dir Holzfaser, Mineralwolle oder Zellulose an.

Unter den Artikeln findest du konkrete Beispiele, wie XPS in Sanierungsprojekten eingesetzt wird – von der Kellerausstattung bis zur Fußbodenheizung. Du erfährst, wie du Kosten richtig kalkulierst, welche Förderung du bekommst und warum manche Bauherren hier Geld verschwenden – ohne es zu merken.

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